Nahverwandte Weibchen schließen sich zu Koalitionen zusammen
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Munge – die Revoluzzer

Munge - RevoluzzerAnzahl Mitglieder: 44
Reviergröße: 39 km2
Alpha-Weibchen: Pambana
geboren: 30-05-2008
alpha seit: 21-05-2013

Besonderheiten des Clans:

  • Der Hyänen-Clan im Ngorongoro-Krater, bei dem das Alpha-Weibchen am häufigsten von Koalitionen tieferrangiger Weibchen herausgefordert wird. Meist waren es die eigenen Töchter, die ihre Mutter vom Thron stürzten und fast immer ging der Machtwechsel friedlich über die Bühne, doch es gab auch Ausnahmen (siehe unten).
  • War viele Jahre einer der drei größten Clans des Kraters. Profitierte davon, dass die meisten Gnus ihre Kälber in ihrem Revier zur Welt brachten. Seit 2009 verbringen die Gnus jedoch weniger Zeit im Munge-Clan-Gebiet und nutzen auch für die Geburt ihrer Kälber nicht mehr den südlichen und östlichen, sondern den nordwestlichen Teil des Kraterbodens.
  • Ziehen sich tagsüber gerne in die Flussbetten und das etwas höher gelegene Buschland an den Hängen der Kraterrandinnenseite zurück.

Im Portrait: Pambana

hierarchy-Munge-Pambana

Pambana und Kombozi wurden im Mai 2008 als Töchter von Woga geboren, der damaligen Nummer zwei in der Hierarchie des Munge-Clans; Alpha-Weibchen war Patana, eine ältere Tochter von Woga. Ein Jahr später forderte Tumba, eine ältere Schwester von Woga, zusammen mit ihren beiden erwachsenen Töchtern die Vormachtstellung von Patana und Woga heraus. Dabei kam es zu für den Krater ungewöhnlich heftigen Kämpfen, in deren Verlauf Pambana und Kombozi als erst gerade entwöhnte Junghyänen nicht nur ihre Mutter verloren und in der Hierarchie viele Ränge einbüßten, sondern auch schwer verletzt wurden. Pambana erlitt unter anderem viele tiefe Bisswunden und eine offene Fraktur der Tibia ihres rechten Hinterbeines.

Wie durch ein Wunder überlebten die beiden Zwillingsschwestern und weniger als ein Jahr später konnten sie sich mit Hilfe zweier älterer Schwestern wieder in der Hierarchie nach oben arbeiten. Drei Jahre später wagten sie sogar den ganz großen Coup und forderten Tumba und deren Töchter heraus. Inzwischen konnte Tumba auf die Unterstützung von vier Töchtern zählen, doch die Koalition von Pambana und Kombozi war ebenfalls fünf Weibchen stark. Und tatsächlich, trotz Pambanas Behinderung (die Tibia war zusammengewachsen, doch hinkte sie nach wie vor) konnte sie nach kurzer Zeit den Thron des Munge-Clans besteigen und ihre Macht dank der treuen Unterstützung ihrer Schwestern behaupten.

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