Wildhunde

Wildhunde zurück im Krater!

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Von Oliver Höner

Nach mehr als 30 Jahren wurden heute zum ersten Mal wieder Wildhunde im Ngorongoro-Krater gesichtet! Eine Gruppe von vier kräftigen, erwachsenen Tieren durchstreifte das Gebiet des Forest-Clans im Westen des Kraterbodens.

Afrikanischer WildhundDas sind aufregende Nachrichten, denn Afrikanische Wildhunde (Lycaon pictus) waren im Serengeti-Ökosystem, von dem der Krater Teil ist, in den frühen 1990er Jahren fast ganz ausgestorben. Wildhunde leben in Rudeln mit komplexem Sozial- und Paarungssystem. Dieses unterscheidet sich deutlich von demjenigen aller anderen sozial lebenden Karnivoren, auch von demjenigen domestizierter, freilebender Hunde.

Einige der Eigenheiten des Sozialsystems Afrikanischer Wildhunde erschwert es ihnen, Gebiete mit wenig oder keinen anderen Wildhunden und stark aufgestückelte Gebiete wiederzubevölkern. Dies ist ein Grund, weshalb sie von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als ‚gefährdet‘ eingestuft werden (siehe Rote Liste der gefährdeten Arten der IUCN). Wildhunde werden auch noch immer von Menschen verfolgt, wenn diese sie als Gefahr für ihre Nutztiere betrachten. Zudem gibt es viele Hinweise darauf, dass auch invasive Behandlung wie Besenderung und Impfung nachteilige Auswirkungen auf die Gesundheit von Wildhunden haben und zum Tod ganzer Rudel führen kann.

Wir hoffen, dass sich die hochsozialen, schönen und athletischen Raubtiere im Krater wohl fühlen und für lange Zeit bleiben!

African wild dogs resting


Weitere Informationen:

Sozialsystem von Afrikanischen Wildhunden und nachteilige Auswirkungen von invasiver Behandlung und Impfung: Internetseite des Painted dog Research Trust und von African Wild Dog Watch (auf Englisch)

Wissenschaftliche Veröffentlichungen über Afrikanische Wildhunde und die Achillessehne von Sozialität, Allee-Effekte bei Gemeinschaftsbrütern, und mögliche ökologische Fallen (auf Englisch)

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